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Valle delle Cartiere

Einst wurde in diesem Tal Papier produziert und die Ruinen der alten Papiermühlen begleiten den Weg entlang der steilen Schlucht des Forellenbachs, der dem Gardaseeort Toscolano seinen Namen gegeben hat.

Das Tal beginnt bei Toscolano-Maderno. Im unteren Teil, nahe dem Museum, liegt ein Parkplatz für PKW. Für Busse ist die Zufahrt ungeeignet. Vom Parkplatz aus erreicht man das Museum in etwa zehn Minuten. Von dort aus führt ein verkehrsfreier Wanderweg weiter ins Tal. Am Wegesrand sieht man mehrere ehemalige Fabriken mit einigen Hinweistafeln über die Besonderheiten. Im Museum gibt auch eine kleine Druckausstellung und antike Bücher.

Geschichte

Die älteste erhaltene Urkunde trägt das Datum 17. Oktober 1381. Bereits damals wurde die Wasserkraft genutzt, um in Papiermühlen Papier aus Lumpen herzustellen. Nach der Erfindung des Buchdrucks stieg die Nachfrage nach Papier. Im 15. und 16. Jahrhundert belieferte man von hier aus Venedig und andere Metropolen mit der damals wertvollen Ware. Später modernisierte man die Fertigung und errichtete Fabriken, deren Ruinen heute noch stehen. In den 1950er Jahren kam der endgültige Niedergang. Gründe hierfür waren die ungünstige Verkehrslage, Veränderungen der Produktionsmethoden und fehlender Platz für Erweiterungen der Anlagen.

Die letzte Papierfabrik schloss 1962. 2002 wurde beschlossen, in der ehemals größten Papierfabrik des Tales („Polo Cartiario di Maina Inferiore“) ein Kulturzentrum mit einem Papiermuseum zu schaffen. Das Gebäude wurde 2005 bis 2007 restauriert

Das Eco-Museo - kulturelles Zentrum im Papiermühlental

Die Papierfabrik von Maina Inferiore aus dem 15. Jahrhundert wurde liebevoll restauriert und zu einem Museum umgestaltet. Dieses informiert unterhaltsam über die Geschichte der Papierherstellung, zeigt Nachbildungen typischer Maschinen und Arbeitsgeräte und konserviert bedeutende Druckerzeugnisse, z. B. die Büchersammlung bekannten toscolanischen Druckerfamilie Paganini aus dem 16. Jahrhundert. Daneben organisiert das Zentrum Sonderausstellungen und kulturelle Events.

Ausflugstipp

Startpunkt für jede Tour durch das Papiermühlental ist der Taleingang hinter dem Rathaus (Municipio) von Toscolano. Die steilen, das Papiermühlental einschließenden Berghänge, legen nahe, einen gemütlichen Spaziergang entlang des Flusses bis tief ins Tal hinein und wieder zurück zu unternehmen.  Der Weg ist auch für Fahrräder geeignet.

Die von der Gemeinde Toscolano ausgearbeiteten Rundwanderwege zum steil über dem Tal gelegenen Dörfchen Gaino erfordern hingegen eine gewisse Puste, Trittfestigkeit und einen gewissen Orientierungssinn um den nicht immer perfekt ausgeschilderten Weg zurück zum Ausgangspunkt zu finden.

 

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